Zurück zu den Wurzeln des Hickory-Baumes

Zeitreisende. Die Gentlemen tragen Schiebermützen, braune oder graue Bundfaltenhosen und bis zu den Knien hochgezogene Strümpfe in Rautenmustern, dazu Tweedjackets und gemusterte Fliegen. Die Ladies tragen lange, weite Röcke, Blusen, Pullunder und natürlich Hüte im viktorianischen Stil aller Größen und Couleur. Sie tragen ihre Leinen- oder Lederbags über den Schultern. Und die Schläger haben die Namen Eisen und Holz noch verdient. Vor allem Holz. Das walnussartige Holz des Hickory-Baumes, aus dem klassisch und ursprünglich die Schäfte der Golfschläger gefertigt wurden. Wir mögen das 21. Jahrhundert zählen. Doch für die Herren und Damen des Hickory-Golfsports schlägt noch immer die Stunde der 1930er Jahre. Oder gerne auch früher. Je früher, desto besser. Desto ursprünglicher. Weiterlesen

Revolution in Augusta

“Ich glaube, heutzutage gibt es keinen Grund mehr, Frauen nicht aufzunehmen”, kommentierte Masters-Sieger Bubba Watson süffisant, als gerade eben eine kleine Revolution den Golfsport heimgesucht hatte. Der Augusta National Golf Club, Ausrichter des Masters-Turniers, gab bekannt, zwei Frauen als Mitglieder aufzunehmen. Ausgerechnet Augusta, einer der elitärsten und legendärsten Golfclubs der Welt. Ausgerechnet Augusta, das in der Golf-Welt seit jeher eine Männer-Domäne war und – so hatte man das Gefühl – auf ewig bleiben würde.

Doch nun haben zwei, wenngleich nicht ganz unbekannte Frauen es geschafft, diese Phalanx zu durchbrechen. Condoleezza Rice, die erste weibliche Sicherheitsberaterin und später die erste afroamerikanische Außenministerin in der Geschichte der USA, sowie die millionenschwere Unternehmerin Darla Moore sind die Auserwählten, die nach einer Weiterlesen

Schlaganfall: Golf als anerkannte Therapie

Ein Schlaganfall verändert das Leben eines Menschen vollständig. Die Folgen, Lähmungen und Sprachstörungen, gehören in Deutschland zu den am meisten auftretenden Erkrankungen und sind die häufigste Ursache für mittlere und schwere Behinderungen. An Sport ist für die Betroffenen oftmals kaum noch zu denken, ihren ganzen Willen benötigen sie, um überhaupt einen Teil ihres ursprünglichen Lebens, ihrer Sprache und ihrer Beweglichkeit wieder zurückzuerlangen. Doch ausgerechnet Golf gilt mittlerweile als anerkannte Stütze auf dem beschwerlichen Weg der Rehabilitation.

Barbara Ullrich ist Gründerin des Projekts „Ein Schlag gegen den Schlag“, ein Konzept, das Schlaganfall-Betroffene und ihre Partner die Möglichkeit gibt, Golf zu erlernen und über den Sport wieder einen Schritt in Richtung Normalität zu machen. Golfsport.com hat mit der heute 68-jährigen Ullrich, die selbst zwei Schlaganfälle erlitten hat, gesprochen. Weiterlesen

Die unterschätzte Gefahr

Golf ist ein Altherrensport, sagen die Einen. Golf ist ein Sport für jedes Alter, sagen die Anderen. Die Einen berufen sich auf die Statistik, dass noch immer mit Abstand die meisten Golfer in Deutschland über 60 Jahre alt sind. Die Anderen berufen sich auf die gleiche Statistik, um zu zeigen, dass Golf eine Sportart ist, die Menschen schon in jungen Jahren beginnen und bis ins hohe Alter spielen können. Zu den Verfechtern des zweiten Standpunkts gehört wenig überraschend der Deutsche Golf Verband. „Weil Erfahrung, Gefühl, Technik und mentale Stärke über Sieg oder Niederlage entscheiden“, heißt es dort. Und darüber hinaus sei die Sportart „ideal für alle, die gesund bleiben wollen“. Letzteres jedoch halten Ärzte und Sportmediziner immer mehr für einen Trugschluss.

Zwar trägt eine 18-Loch-Golfrunde durch einen mehrstündigen, gleichmäßigen Schritt über bis zu zehn Kilometer zur Verbesserung des Herz-Kreislauf-Systems bei. Eine Studie Weiterlesen

Unterschätzter Teil der Vorbereitung: die Ernährung

Bereitet sich ein Hobbygolfer auf eine 18-Loch-Runde vor, geht er seine Golftasche meist systematisch durch. Die Ausrüstung muss stimmen, von den Schlägern über die Bälle bis zur Pitchgabel und der Mütze. Dazu eine Flasche für den Durst zwischendurch, eine Banane oder ein Riegel zur Stärkung nach der Hälfte des Weges. Was bei den Profis mittlerweile ein essentieller Teil der Vorbereitung auf eine Golfrunde ist, wird von Amateurgolfern noch immer häufig unterschätzt: die Ernährung.

Denn mitnichten reicht die Zufuhr eines Riegels und ein bisschen Flüssigkeit während der Runde. Wissenschaftliche Studien zeigen vielmehr, dass Golfer auf einer fünfstündigen Runde 1500-2000 Kilokalorien verbrauchen. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Kalorienverbrauch an einem normalen Tag ohne sportliche Betätigung liegt in Deutschland bei knapp 2000 Kilokalorien. Jeder Golfer verbraucht demnach doppelt so viel Energie wie üblich. Weiterlesen