Davon träumt jeder Golfer: Einmal mit einem einzigen Schlag einzulochen! Doch nur ganz wenigen ist dieses ganz besondere Erlebnis tatsächlich vergönnt. Die Statistiker haben sich hingesetzt und nachgerechnet. Die Wahrscheinlichkeit so ein Ass zu schaffen, liegt im Amateurgolf-Bereich bei sage und schreibe 1:12500. So ein Zauberschlag ist jetzt zum Beispiel dem Ladies Captain des tschechischen Golfclubs Franzensbad, Christine Ludewig gelungen. Die Amateur-Spielerin hatte auf der zwölften Bahn auf der Anlage in Hazlov zum richtigen Golfschläger gegriffen und mit einem einzigen Schlag das 132 Meter lange Par 3-Loch überwunden. Übrigens: Ein „Hole-in-one“ wird heutzutage fast ausschließlich auf Par 3-Löchern erzielt. Das hat mit der Länge aber auch mit dem steigenden Schwierigkeitsgrad der einzelnen Bahnen zu tun. Es gibt nur ganz wenige Ausnahmen. Eine davon ist der Berufsspieler Andrew Magee. Ihm gelang bei der USA-PGA-Tour in Scottsdale im US-Bundesstaat Arizona auf einem Par 4-Loch dieser Zauberschlag. Das war im Jahr 2001. Ein Jahr später überwand der Golfer Mike Crean im Green Valley Ranch Club in Denver, Colorado, eine 465 Meter lange Par 5-Bahn mit einem einzigen Schlag. Der Golfball landete auf dem Grün und rollte dann weiter ins Loch. Apropos Profis. Ihnen ist – logischerweise – so ein „Hole-in-one“ öfters vergönnt. Mit jedem 2500. Schlag treffen die Berufsgolfer im wahrsten Sinne des Wortes vom Abschlag weg direkt ins Schwarze und können dafür entweder eine wertvolle Uhr oder eine Nobelkarosse in Empfang nehmen. Bescheidener musste sich da schon Christine Ludewig geben. Für ihr Ass gab es – „nur“ – lobende Worte und anerkennendes Händeschütteln.
